Sanierung der Katholische Pfarrkirche St. Laurentius in Wismar

Größere Veränderungen des Kirchengebäudes in den Jahren 2007/2008

Es war beklagenswert, wie es in der Kirche aussah: Nässe stieg auf, Salpeter blühte an den Wänden, Farbe blätterte ab, Putz bröckelte von den Wänden. Deshalb standen 2007 und 2008 im Zeichen einer gründlichen Erneuerung des Kirchengebäudes und auch einer Umgestaltung des Innenraumes. Nach Abschluss der Arbeiten weihte Weihbischof Norbert Werbs (aus Schwerin) am 20. Dezember 2008 den neuen Altar der Wismarer St.-Laurentius-Kirche.

Veränderungen der Kirche Saniert vom Fundament bis zur Kirchturmspitze

Zunächst erfolgten umfangreiche Arbeiten an der Außenhülle des Gebäudes, so Fugensanierung, Erneuerung von Formsteinen sowie Maßnahmen gegen Feuchtigkeit im Mauerwerk. Die Gauben wurden repariert und Fenster neu verbleit. Auch der Anker für die Turmspitze musste instand gesetzt werden. Heute sieht man noch am unterschiedlichen Fugenbild, wie umfassend die Arbeiten am Mauerwerk waren.

Umfangreiche Veränderungen im Innenraum Umfangreiche Veränderungen im Innenraum

Anschließend an die erste Bauphase mussten die Heizungsanlage erweitert, die Beleuchtung erneuert, die Verstärkeranlage und die Liedanzeige repariert, die Kirchenbänke aufgearbeitet, die Bodenfliesen ergänzt und die ungenutzte Kanzel abgebaut werden. Bei der neuen Ausmalung der Kirche wurde darauf geachtet, den ornamentalen Fries beizubehalten, doch den Wänden einen helleren Farbton zu geben.

Dekorative Elemente aus dem Altarraum entfernt Dekorative Elemente aus dem Altarraum entfernt

Um den Altarraum nicht so überladen wirken zu lassen, wurden der goldfarbene Weinstock und die Statuen der vier Evangelisten entfernt. Der neue Altar aus portugiesischem Kalksandstein wurde so weit wie möglich an die Gottesdienst feiernde Gemeinde versetzt und tiefer gestellt, deshalb mussten drei Stufen abgetragen werden. Dabei kam der am 12. März 1902 gelegte Grundstein (kleines Bild) zum Vorschein.

Altar jetzt optisch im Mittelpunkt Altar jetzt optisch im Mittelpunkt

Der Blick von der Orgelempore zeigt die völlig andere Gestaltung des Altarraumes, so dass nach der Entfernung der zahlreichen schmückenden Gegenstände der Altar jetzt optisch im Mittelpunkt steht. Entfernt wurden nicht nur das ewige Licht in Ampelform und die Kunstschmiedearbeit, die sich am Altar und an der Wand dahinter befand, sondern auch die Bilder, die auf Niels Stensen und auf St. Ansgar, den Patron des Erzbistums Hamburg, hinwiesen.

Neue Räumlichkeit für das Seelsorgegespräch Neue Räumlichkeit für das Seelsorgegespräch

Durch den Anbau (kleines Bild) wurde ein neuer Bereich geschaffen, der den Empfang des Bußsakramentes in der traditionellen Form der Beichte, aber zugleich alternativ eine Möglichkeit des Beicht- und Seelsorgegespräches (unteres Bild) bietet. Das obere Bild zeigt den Eingang zum neuen Beichtraum, wobei der Eintretende entscheiden kann, in welcher Form er das Bußsakrament empfangen möchte.

Während der Umbauzeit zu Gast in der evangelischen Kirche Während der Umbauzeit zu Gast in der evangelischen Kirche

Während der monatelangen Umbauphase konnte die St.-Laurentius-Kirche (oberes Bild) nicht für Gottesdienste genutzt werden. Dankenswerterweise hatte die benachbarte evangelische Kirchengemeinde ihre Neue Kirche (unteres Bild) für die katholischen Sonntagsgottesdienste zur Verfügung gestellt.